Die LIGNA in Hannover gilt als Weltleitmesse für Werkzeuge, Maschinen und Anlagen der Holzbearbeitung und der Holzwerkstoffindustrie. Sie findet alle zwei Jahre in den ungeraden Jahren im Frühjahr statt und bringt Maschinenbau, Werkzeughersteller, Forsttechnik und Oberflächentechnik an einem Ort zusammen. Die nächste Ausgabe ist nach Angaben der Deutschen Messe für den 10. bis 14. Mai 2027 (Montag bis Freitag) geplant. Wer hier ausstellt, präsentiert oft keine kleinen Tischexponate, sondern Maschinen mit erheblichem Gewicht und laufendem Vorführbetrieb.

Genau das macht einen Messestand LIGNA zu einer besonderen Aufgabe. Ein Stand auf dieser Messe muss schwere Technik tragen, Späne und Emissionen im Vorführbetrieb beherrschen und den Besuchern trotzdem einen ruhigen Ort für Gespräche bieten. Dieser Ratgeber erklärt sachlich, worauf es beim Messegelände, bei den Standanforderungen, bei den Vorführflächen und bei den Fristen ankommt, damit Ihr Auftritt technisch sauber und termingerecht steht.

Die LIGNA: Weltleitmesse für Holzbearbeitung und Holzwerkstoffe

Die LIGNA wird von der Deutschen Messe AG gemeinsam mit dem VDMA veranstaltet und deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Holz be- und verarbeitenden Industrie ab. Das Themenspektrum reicht von der Holzbearbeitung und den Holzwerkstoffen über Maschinen und Werkzeuge bis zur Forsttechnik und zur Oberflächentechnik. In den vergangenen Ausgaben standen zusätzlich Digitalisierung und Automatisierung stark im Vordergrund, etwa vernetzte Maschinen und automatisierte Fertigung.

Ab 2027 verlässt die LIGNA ihren gewohnten Termin rund um Christi Himmelfahrt. Sie bleibt aber im Rhythmus alle zwei Jahre in den ungeraden Jahren und wird weiterhin im Frühjahr in Hannover ausgetragen. Den verbindlichen Termin und die aktuellen Rahmenbedingungen veröffentlicht der Veranstalter auf der offiziellen LIGNA-Seite. Prüfen Sie diese Angaben früh, denn Ihre gesamte Planung hängt am genauen Datum.

Das Messegelände Hannover im Überblick

Das Messegelände Hannover zählt zu den größten der Welt und verfügt neben den Hallen über ein ausgedehntes Freigelände. Für die LIGNA ist gerade dieses Freigelände wichtig, denn große und besonders schwere Exponate wie Sägewerkstechnik, Forstmaschinen und Anlagen für den Rundholzplatz stehen dort oft unter freiem Himmel. Wenn Sie eine solche Präsentation planen, sollten Sie früh klären, ob Ihr Exponat in die Halle passt oder ins Freigelände gehört.

Entscheidend ist die Frage der Bodenlast. Sehr schwere Maschinen bringen punktuell hohe Lasten auf den Hallenboden oder auf die Fläche im Freigelände. Welche Traglasten zulässig sind und wie Lasten verteilt werden müssen, regeln die Technischen Richtlinien der Deutschen Messe. Diese Werte sind für die Standplanung bindend und sollten vor der Konstruktion bekannt sein, damit der Boden nicht überlastet und das Exponat sicher aufgestellt wird.

Hinzu kommt die Einbringung. Ein mehrere Tonnen schweres Exponat lässt sich nicht ohne Weiteres an seinen Platz bewegen. Häufig sind Kran, Schwerlaststapler oder Rollen nötig, und die Wege in der Halle sowie die Tore setzen Grenzen für Größe und Gewicht. Diese Logistik muss zum Aufbauzeitfenster passen, denn ein Kraneinsatz will angemeldet und terminlich abgestimmt sein.

Eng damit verbunden ist die Anlieferung. Große Maschinen kommen meist per Schwertransport, teils mit Sondergenehmigung. Zufahrt, Entladepunkte und Reihenfolge im Aufbau bestimmen, ob der Aufbau reibungslos läuft. Ein durchdachter Anlieferplan berücksichtigt, dass das schwerste Exponat zuerst kommt und die restliche Standausstattung darauf folgt, damit sich Fahrzeuge und Kran nicht gegenseitig blockieren.

Standanforderungen für die Holzbearbeitung

Ein Stand für die Holzbearbeitung ist zuerst eine Frage der Statik. Die Bodenlast der Maschinen bestimmt, ob eine lastverteilende Unterkonstruktion nötig ist und wie die Standfläche vorbereitet wird. Bei der Einbringung mit Kran oder Stapler müssen die Wege frei bleiben und die Aufstellpunkte tragfähig sein. Diese Punkte gehören an den Anfang jeder Planung, nicht ans Ende.

Dazu kommt die Medienversorgung. Holzbearbeitungsmaschinen brauchen oft Starkstrom, Druckluft und eine leistungsfähige Absaugung. Der Leistungsbedarf sollte realistisch kalkuliert und rechtzeitig beim Veranstalter beauftragt werden, denn Anschlüsse für Strom, Wasser und Druckluft zählen zu den Nebenkosten, die der Aussteller direkt bei der Messegesellschaft bestellt.

Wer Maschinen live vorführt, muss Späne, Staub und Lärm beherrschen. Eine Absaugung hält den Stand sauber und schützt Besucher wie Personal. Für einen sicheren Messestand LIGNA sind vor allem folgende Punkte zu klären:

  • Tragfähigkeit und Lastverteilung entsprechend den Technischen Richtlinien
  • Einbringung, also Kran, Stapler und ausreichend breite Wege
  • Strom, Druckluft und Absaugung für den Vorführbetrieb
  • Abschirmung von Späne- und Staubflug sowie Lärmschutz
  • Schutzeinrichtungen und freie Flucht- und Rettungswege an laufenden Maschinen

Sicherheit steht dabei über der Optik. Laufende Maschinen benötigen Schutzabstände, klare Bedienzonen und einen sicheren Bereich für Zuschauer.

Demo- und Vorführflächen

Die eigentliche Stärke eines LIGNA-Auftritts ist die Vorführung. Besucher wollen sehen, wie eine Maschine schneidet, fräst oder beschichtet, und nicht nur ein stehendes Exponat betrachten. Deshalb lohnt es sich, den Stand um die Vorführung herum zu planen und nicht die Vorführung nachträglich in einen fertigen Stand zu quetschen.

Eine gute Vorführfläche trennt drei Bereiche voneinander. Es gibt die Zone der laufenden Maschine mit Schutzabstand, den Zuschauerbereich mit klarer Sicht auf den Arbeitsgang und den ruhigen Gesprächsbereich, in dem der Abschluss folgt. So bleibt der Besucher sicher, versteht die Technik und findet trotzdem Ruhe für das Fachgespräch. Eine erhöhte Bühne oder ein leicht abgesetzter Boden kann die Sicht verbessern, muss aber wieder in die Traglast- und Fristenplanung passen.

Technische Richtlinien und Fristen

Für jeden Messestand gelten die Technischen Richtlinien der jeweiligen Messegesellschaft, hier also der Deutschen Messe in Hannover. Sie regeln unter anderem Bauhöhen, Rettungswege, Sichtblenden zu Nachbarständen und die zulässigen Materialien. In der Regel muss der Standbau eine Genehmigung durchlaufen, für die bemaßte Standpläne mit Grund- und Aufriss eingereicht werden. Bei besonderen Aufbauten wie Podesten, Doppelstockflächen oder abgehängten Konstruktionen ist häufig ein Statiknachweis erforderlich.

Beim Brandschutz gilt üblicherweise, dass Baumaterialien mindestens schwer entflammbar nach Klasse B1 sein müssen. Die konkreten Fristen und Werte für Ihre Ausgabe der LIGNA entnehmen Sie den Technischen Richtlinien der Deutschen Messe, denn sie können sich je Messe und Jahr unterscheiden. Als Faustregel sollten die Standpläne einige Wochen vor Aufbaubeginn vorliegen, und die Planung selbst startet sinnvoll viele Monate vorher. Wer den Vorlauf ernst nimmt, vermeidet teure Nachträge und Nachtschichten kurz vor der Eröffnung.

Messebauer für die LIGNA

Ein Full-Service-Messebauer begleitet einen LIGNA-Auftritt von der ersten Idee bis zum Abbau. Dazu gehören die Beratung und das Standkonzept, die Gestaltung mit 3D-Visualisierung, die Konstruktion in der eigenen Werkstatt, die Logistik und Montage sowie die Nachbereitung und Einlagerung. Der Vorteil liegt in einer einzigen Verantwortung, denn ein fester Ansprechpartner koordiniert alle Arbeitsschritte und die Abstimmung mit der Messegesellschaft.

Die Trendsetzerei GmbH hat ihren Sitz in Offenbach am Main und ist bundesweit tätig, also auch in Hannover. Ein eigener Fuhrpark hilft dabei, Material und Aufbauteams termingerecht zum Messegelände zu bringen, was gerade bei den engen Aufbaufenstern der LIGNA zählt. Welche Leistungen im Detail dazugehören, lesen Sie auf der Seite Messebau-Leistungen.

Standgröße und Standform für den Messestand LIGNA wählen

Die Standform hängt von der Lage im Hallenplan und von Ihren Zielen ab. Ein Reihenstand ist nur zur Gangseite offen und eignet sich für kompakte Auftritte. Ein Eckstand liegt an zwei offenen Seiten und gewinnt Sichtbarkeit. Ein Kopfstand öffnet sich zu drei Seiten und wirkt großzügig, und ein Inselstand ist ringsum frei zugänglich und bietet den meisten Platz für große Maschinen und rundum sichtbare Vorführungen. Welche Form zu Ihrem Exponat passt, erklärt die Übersicht der Messestand-Typen.

Bei schweren Maschinen entscheidet nicht nur die Fläche in Quadratmetern, sondern die Zonierung. Die Maschine und ihr Schutzabstand brauchen Platz, dazu kommen der Zuschauerbereich, eine ruhige Gesprächszone und oft ein kleiner Lager- oder Technikraum für Werkzeug und Absaugung. Planen Sie diese Zonen gemeinsam mit der Bodenlast und der Einbringung, dann passt die gewählte Standgröße auch technisch zum Vorhaben.

Fazit

Ein gelungener Messestand LIGNA beginnt bei der Technik und nicht bei der Optik. Bodenlast, Einbringung, Medienversorgung und ein sicherer Vorführbetrieb bestimmen, ob eine schwere Maschine überhaupt sinnvoll gezeigt werden kann. Wer diese Punkte früh klärt, die Technischen Richtlinien der Deutschen Messe beachtet und die Fristen einhält, verschafft sich Ruhe für das Wesentliche, nämlich einen überzeugenden Auftritt vor Fachpublikum in Hannover.

Wenn Sie einen Auftritt auf der LIGNA 2027 planen, unterstützt Sie die Trendsetzerei GmbH von der Konzeption bis zum Abbau, mit eigener Werkstatt und eigenem Fuhrpark, von Offenbach aus und bundesweit. Sprechen Sie uns an unter der Telefonnummer 069 201 65 001 oder per E-Mail an info@dietrendsetzerei.de. Ihre Anfrage können Sie auch direkt über die Seite Kontakt stellen.